Sparwunder mit neuem Radsatz-Konzept
ZFs Basisgetriebe ist mit vier Varianten für Eingangsdrehmomente von 300 bis 1000 Nm ausgelegt. Basis ist ein Radsatzkonzept mit vier Planetenradsätzen und fünf Schaltelementen. Weil in jedem Gang immer nur zwei Schaltelemente geöffnet sind, werden die inneren Schleppverluste im Getriebe deutlich reduziert. Auch die Gesamtspreizung von 7,05 gegenüber dem Vorläufer mit 6,05 optimiert den Kraftstoffverbrauch, ebenso wie moderne Tor- sionsdämpfersysteme im Drehmomentwandler. Der 8-Gang-Automat verfügt über Reaktions-und Schaltzeiten unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. So sind Doppel- und direkte Mehrfachschaltungen möglich. Auch für eine Vollhybrid-Version bedarf es keiner Änderungen am Grundkonzept. Das 8-Gang-Hybridgetriebe ist für alle möglichen Hybridfunktionen ausgelegt. Elektrische Maschine, Kupplung, Torsionsdämpfer und Hydraulik für ein Vollhybridkonzept sind eingepasst. So benötigt der Automat als Vollhybrid denselben Bauraum wie eine konventionelle Version. Auch ein Mildhybrid mit Startergenerator ist bauraumneutral realisierbar. Das Stufenautomatgetriebe kann mit einer Start-Stopp-Funktion ausgestattet werden. Mit dem hydraulischen Impulsspeicher kann das Kfz nach dem Abschalten des Motors in 350 ms wieder anfahren. Dadurch verbraucht das neue Getriebe 11 % weniger als die 6-Gang-Automaten der zweiten Generation. Eine hydrodynamisch gekühlte Kupplung ermöglicht zügiges Anfahren und schnelle Gangwechsel. Sie wird statt des Drehmomentwandlers in die Kupplungsglocke des Automatgetriebes eingesetzt. Das Getriebesystem bietet aber auch die Möglichkeit, auf ein externes Anfahrelement ganz zu verzichten. Dann erfüllt eine der Lamellenbremsen im Getriebeinneren die Anforderungen an ein nasslaufendes Anfahrelement. Mit einer geregelten Anfahrsteuerung kann sie als integriertes Anfahrelement genutzt werden. Diese Lösung eignet sich für kleine, kompakte Fahrzeuge mit geringer Motorleistung.
ZF; Telefon: 07541 77-2543, E-Mail: thomas.wenzel@zf.com
