Renaissance eines Werkstoffes
„Moderne Autos bestehen im Durchschnitt zu 60 Prozent aus Stahl. Stahl wird in künftigen Automobilen, auch in elektrisch betriebenen, seine bedeutende Rolle beibehalten", so Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl.
Mit neuen, immer festeren Stählen erlebt dieser Werkstoff eine Renaissance im Automobilbau. Denn wenn Leichtbau bezahlbar bleiben soll, geht es nicht ohne Stahl. So könnte das Fazit lauten, das Fachleute auf der Automobiltagung „Steels in Cars and Trucks 2011" (SCT) im Juni 2011 in Salzburg gezogen haben. „Die Kosten für die Gewichtsreduktion von einem Kilogramm bei Stahl werden mit etwa zwei Euro, bei Aluminium von 10 bis 12 Euro und bei kohlefaserverstärkten Kunststoffen von 50 bis 100 Euro veranschlagt", führt Dr. Peter Dahlmann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Stahlinstituts VDEh, auf der SCT aus.
Auch spricht vieles für Stahl, dass seine Herstellung und das Recycling ihn zum „grünen" Werkstoff machen. Bei der aktuellen Mercedes C-Klasse hat dies beispielsweise dazu geführt, dass der Vorderachsträger wieder aus Stahl gefertigt wird und nicht – wie im Vorgängermodell – aus Aluminium. Nach Angaben des Fahrzeugherstellers ergab die ökologische Betrachtung, dass sich der Einsatz von Aluminium selbst nach 200 000 gefahrenen km nicht rechnet. Auch trotz eines Mehrgewichts von 1,5 kg war die Stahlvariante über den gesamten Lebenszyklus gesehen ökologisch vorteilhafter als die aus Aluminium.
Die ausführlichen Ergebnisse der Tagung sind nachzulesen unter: www.sct2011.com
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