Kreuzungen sicher passieren
Zukünftig könnten mittels innovativer Fahrzeug- und Infrastrukturtechnik Unfälle an Kreuzungen um bis zu 80 % gesenkt werden. Die dazu notwendigen Assistenz- und Sicherheitsapplikationen haben elf Partner aus Industrie und Forschung gemeinsam in der europäischen Forschungsinitiative „ Intersafe 2" erarbeitet. Die Partner von Intersafe 2 sind: BMW, IKA, Inria, NEC, Swarco, TRW, Conekt, VTT, Sick (Projektkoordination), Technische Universität Cluj-Napoca, Volvo, VTT und Volkswagen.
In Europa passieren 43 % aller Verkehrsunfälle mit Verletzungsfolgen an Kreuzungen. Aus diesem Grund haben sich die Forschungs-Partner auf das Thema Sicherheit an Straßenkreuzungen fokussiert und für diesen Fall vier Assistenz- und Sicherheitsapplikationen technisch umgesetzt, die typische Verkehrssituationen antizipieren. Zielsetzung ist dabei, im Falle eines Unfalls die Unfallfolgen deutlich zu reduzieren. Die Applikationen basieren auf Sensoren, die an der Kreuzung und im Fahrzeug installiert und in einem kooperativen System verbunden sind. Über eine spezielle Funkverbindung werden die Informationen zwischen der Kreuzung und den Fahrzeugen ausgetauscht, im Fahrzeug ausgewertet, um dann bei Bedarf die nötigen Maßnahmen einzuleiten. Bei allen Applikationen wird der Fahrer zunächst durch ein visuelles und akustisches Signal gewarnt und beim Ignorieren der Warnung dann durch einen kurzen Bremsruck aufmerksam gemacht.
Sick; Telefon: 07681 202-3873; E-Mail: antje.stein@sick.de
