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Solar-Carport: klimafreundliches, architektonisches Schmuckstück  

Schöner Parken

Mit einem neuen Solar-Carport wird der Pkw-Stellplatz zum Ökostromlieferanten, an dem Designer und (Elektro-)Autobesitzer gleichermaßen ihre Freude haben dürften. Ausgerüstet mit innovativen Leichtbausolarmodulen, bei denen Pexiglas von Evonik eine tragende Rolle spielt, soll er jetzt in die Serienfertigung gehen. mehr

 

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Solar-Carport: klimafreundliches, architektonisches Schmuckstück  

Schöner Parken

Mit einem neuen Solar-Carport wird der Pkw-Stellplatz zum Ökostromlieferanten, an dem Designer und (Elektro-)Autobesitzer gleichermaßen ihre Freude haben dürften. Ausgerüstet mit innovativen Leichtbausolarmodulen, bei denen Pexiglas von Evonik eine tragende Rolle spielt, soll er jetzt in die Serienfertigung gehen.

Carports sind nützlich, aber architektonisch meist wenig spektakulär: Ein Flachdach auf vier Säulen schützt den darunter abgestellten Wagen vor Sonne, Regen, Schnee und Hagel. Doch das Design muss nicht zu kurz kommen, wie der „Sunovation Eco Technics“ zeigt: Dieser Fotovoltaik-Design-Carport der Mage Sunovation GmbH nutzt „Plexiglas“ von Evonik als Träger für die Solarzellen – ein Material, mit dem die Solarmodule ganz nach Wunsch in Form gebracht werden können. Futuristisch im Design, hat er alles, was einen modernen Stellplatz ausmacht: Solarmodule für die Energieerzeugung, energiesparende Hochleistungs-LEDs, Bewegungsmelder, die die Beleuchtung einschalten, und eine Steckdose zum Aufladen eines Elektroautos.

Erster Carport in Darmstadt aufgebaut

Ein für Evonik konstruierter Carport steht seit kurzem in Darmstadt – direkt vor dem neuen Leichtbaustudio, in dem Evonik ausgeklügelte Kunststoffteile für den Leichtbau zeigt, die in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, aber auch in der Solar-und Architekturbranche eingesetzt werden. Eine passende Umgebung für den Solar-Carport, der sich in elegantem Bogen empor schwingt. Mit seiner 8 m2 großen Fotovoltaikfläche lässt sich damit genügend Strom produzieren, „um den Bedarf eines Elektroautos zu decken, das etwa 40 Kilometer pro Tag bewegt wird“, erklärt Markus Krall, Gründer und Gesellschafter von Mage. Die elektrische Leistung der Solarzellen, die üblicherweise in Kilowatt Peak (kWp) angegeben wird, beträgt 1 kWp.

Filigrane Konstruktion

Möglich wird die filigrane Konstruktion des Carports durch ein Leichtbausolarmodul aus Kunststoff. Die Solarzellen sind zwischen zwei Platten aus Pexiglas eingebettet. Die Deckplatte ist aus Vollmaterial gefertigt, während für die untere Platte eine leichtere Stegplatte gewählt wurde, die zusätzlich Gewicht einspart. Ein Mehrkomponenten-Gel zwischen den beiden Platten sorgt für einen festen Modulverbund. Das geringe Gewicht des Leichtbausolarmoduls – es wiegt rund 60 % weniger als ein vergleichbares Glas-Glas-Modul – macht eine aufwändige Unterkonstruktion überflüssig und eröffnet vielfältige Designmöglichkeiten: von verschiedenen Farben bis hin zu einersatinierten Unterseite.

LED zur Hinterleuchtung

Bei dem Modell in Darmstadt haben sich die Designer für eine Hinterleuchtung der Module mit Stäben aus Plexiglas-LED entschieden. Werden die Stäbe über die beiden an den Enden sitzenden LED angeleuchtet, verteilen sie das Licht gleichmäßig über die gesamte Länge. Die LED können über Bewegungsmelder eingeschaltet werden. Bei der oberen Platte stehen dagegen Wetterfestigkeit, mechanische Eigenschaften und die Lichtdurchlässigkeit (Transmission) im Vordergrund. „Ein klarer Fall für Pexiglas“, sagt Uwe Löffler, im Geschäftsgebiet Acrylic Polymers von Evonik verantwortlich für den Aufbau neuer Geschäfte im Marktsegment Solar. „Es besitzt nicht nur die höchste Transmission unter den transparenten Kunststoffen, sondern ist auch hervorragend witterungs- und UV-beständig.“

Plexiglas Solar mit guter Transmission

Im Carport in Darmstadt besteht die Deckplatte aus dem neu entwickelten Plexiglas Solar, dessen transmissive Eigenschaften exakt auf den Wirkungsbereich von Solarzellen abgestimmt sind: Es lässt energiereiche Strahlung zwischen 350 und 380 nm weitaus besser passieren als andere Kunststoffe. Daher erreicht mehr energiereiches Licht, das in Strom umgesetzt werden kann, die Solarzelle.

Serienproduktion soll 2011 starten

Vieles spricht dafür, dass der Carport ein Erfolg werden kann: Er kann modular für großflächige Anwendungen erweitert werden, und die Montage ist denkbar einfach – er kann auf jedem ebenen, tragfähigen Untergrund ohne Fundament und meist ohne Baugenehmigung errichtet werden. Zudem nimmt der Hersteller gebrauchte Solarmodule zurück und recycelt sie.

Evonik; Telefon: 06151 18-4079; E-Mail: doris.hirsch@evonik.com

 



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