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Professor Dr.-Ing. Lutz Eckstein zur Zukunft der automobilen Forschung
Mega-Theman Sicherheit und Fahrerassistenz
Zum Jahresbeginn hat Lutz Eckstein die Leitung des Instituts und des Lehrstuhls für Kraftfahrzeuge an der RWTH Aachen University sowie den Vorsitz des Beirats der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen übernommen. Aus diesem Anlass diskutierte er am 19. Juni 2010 mit mehr als 300 hochrangigen Gästen aus Industrie und Wissenschaft die Zukunft des Automobils.
Im Fokus der Vorträge, Diskussionen und des Fahrevents mit über 40 Fahrzeugen standen die Herausforderungen und Handlungsfelder der zukünftigen Mobilität. Prof. Dr. Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen University, Dr. Jens Baganz, Staatssekretär im MWME, Dr. Michael Paul, Vorstandsmitglied der ZF Friedrichshafen AG, Prof. Dr. Dirk Abel, Leiter des Instituts für Regelungstechnik, sowie Prof. Dr. Stefan Gies, Leiter PKW-Fahrwerksentwicklung des Volkswagen-Konzerns, gestalteten mit Grußworten und Vorträgen den Vormittag der Veranstaltung.
Neue Mega-Themen: Sicherheit und Fahrerassistzenz
Professor Eckstein stellte folgende Kernbotschaften in das Zentrum der Diskussion: Effizienz & Emission wandeln sich aufgrund der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen vom Optimierungskriterium zur Gestaltungsmaxime. Nach CO2 werden Sicherheit und Fahrerassistenz zum nächsten „Mega-Thema“ in Politik und Gesellschaft, da weltweit im kommenden Jahr mehr als eine Million Menschen im Straßenverkehr sterben. Deshalb werden Effizienz und Sicherheit zu „Hygienefaktoren“ der zukünftigen Mobilität – kaufentscheidend wird zunehmend das Fahrerlebnis, das Lutz Eckstein für Elektrofahrzeuge entscheidend mitgestalten möchte.
Von der Option zur Notwendigkeit
Die von ihm formulierte Vision eines unfall- und emissionsfreien Fahrens erfordert das Auflösen der Zielkonflikte zwischen Effizienz, Sicherheit und Fahrerlebnis. Die Elektromobilität stellt dabei ein zentrales Handlungsfeld dar und ist längst von einer „Option“ zur Notwendigkeit geworden. Aufgrund der hohen Komplexität der Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen einerseits sowie technologischen Herausforderungen andererseits erfordert die Gestaltung der zukünftigen Mobilität eine koordinierte, interdisziplinäre Zusammenarbeit vieler Wissenschaftsbereiche, aber auch zwischen Wissenschaft, Politik und Industrie. Nur dann kann es nach Ansicht von Prof. Eckstein gelingen, automobile Innovationen als „virtuelle Bodenschätze“ Deutschlands nachhaltig zu fördern.

