- Um elektrisch betriebenen Fahrzeugen zu einem schnellen Durchbruch am Markt zu verhelfen, ist unter anderem eine flächendeckende Infrastruktur zum Laden der Batterien erforderlich. Mit ihren DC-Schnellladestationen bietet ABB hierfür leistungsstarke, wirtschaftliche Optionen.
E-Mobility für den Massenmarkt
Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen. Ein Zulassungsschub wird ab 2013 erwartet, wenn deutsche Automobilhersteller mit eigenen Entwicklungen auf den Markt kommen. Um der so genannten E-Mobility zum Durchbruch zu verhelfen, braucht es ein flächendeckendes, an den Mobilitätsbedürfnissen der Autofahrer orientiertes Netz an Ladestationen. 2011 hatte ABB einen der Pioniere auf dem Gebiet der Schnellladestationen übernommen, die niederländische Firma Epyon. ABB verfügt damit jetzt über ein breites Spektrum intelligenter Ladetechnologien sowohl für Wechselstrom als auch für Gleichstrom.
Insbesondere die Lösungen aus der „Terra"-Familie können dazu beitragen, den Durchbruch nachhaltiger Mobilität für den Massenmarkt zu erleichtern. Herkömmliche AC-Stationen benötigen für das Laden einer Batterie zwischen sechs und acht Stunden, DC-Schnellladestationen dagegen nur 15 bis 30 Minuten. Die während dieser Zeit gespeicherte Energie reicht aus, um bis zu 100 Kilometer weit zu fahren. ABB bietet die modularen Terra-Schnellladestationen als Komplettstation („Terra 51") und zum gleichzeitigen Aufladen von zwei E-Autos als Multi-Port-Station mit Ladesäule und Basisstation („Terra 100.2" ).
Erhöhte Verfügbarkeit der Elektrofahrzeuge
Die DC-Schnelllader sind für Privatpersonen und Fuhrparkbetreiber wie Taxibetriebe oder Unternehmen des ÖPNV gleichermaßen interessant. Letztere profitieren von den schnellen Ladeoptionen besonders, da sie gegenüber dem herkömmlichen Laden mit Wechselstrom die Einsatzzeiten der Elektrofahrzeuge um rund 40 % erhöhen und ihre tägliche Reichweite verdreifachen können.
Die intelligenten Terra-Ladesäulen sind an das ABB-Power-Routing-Netzwerk angebunden. Dieses robuste IT-Basisnetzwerk ermöglicht Support, Software-Aktualisierungen und -Upgrades, Fernwartung, Instandhaltung sowie Überwachung der Ladesäulen. Die flexiblen Konnektivitätslösungen sind mit dem Open Charge Point Protocol (OCPP) für die Backoffice-Integration kompatibel und erlauben die Echtzeit-Authentifizierung und -Autorisierung von Benutzern. Darüber hinaus lassen sich mit ihnen auch unterschiedliche Geschäftsmodelle und Backoffice-Optionen abbilden. Die offenen Schnittstellen bieten Infrastrukturanbietern wie Versorgungsunternehmen oder Stadtwerken die Möglichkeit, die Bedingungen der Stationen zu überwachen sowie Abrechnungs- und Verwaltungssysteme anzubinden.
Mit dem webbasierten Site-Management-Tool „Galaxy" können die Betreiber der Ladestationen auf Echtzeit-Statusinformationen sowie Anwendungs-, kWh- und Ladevorgangsstatistiken der Terra-Ladesäulen zugreifen. Galaxy kann darüber hinaus zur individuellen Konfiguration der Ladesäulen genutzt werden.
Europaweit größtes Projekt für Ladeinfrastruktur
Anfang 2012 hat die Regierung Estlands ABB mit der Lieferung und Installation von 200 Schnellladestationen für Elektroautos beauftragt. Dies ist europaweit der bisher wohl größte Auftrag, der je auf diesem Gebiet vergeben wurde. Damit wird weltweit erstmals eine Infrastruktur aus Schnellladestationen errichtet, die sich über ein komplettes Land erstreckt.
ABB; Telefon: 06203 717-717; E-Mail: motors.drives@de.abb.com
