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VDI Wissensforum: Kongress „Getriebe in Fahrzeugen" und 4. VDI-Tagung „Baden-Baden Spezial"

Klartext muss sein

Das Erkennungszeichen für den VDI-Kongress Getriebe in Fahrzeugen
Das VDI Wissensforum mit Sitz in Düsseldorf ist seit Jahrzenten einer der führenden Weiterbildungsspezialisten für Ingenieure. Die fast 1000 Veranstaltungen im Jahr decken alle relevanten Branchen ab. AutomobilKONSTRUKTION gibt an dieser Stelle eine Zusammenfassung des VDI-Kongress „Getriebe in Fahrzeugen" in Friedrichsfafen und eine Vorschau auf die VDI-Tagung im Oktober 2010 in Baden-Baden mit dem Thema „Elektrisches Fahren machbar machen".
Das Erkennungszeichen für den VDI-Kongress Getriebe in Fahrzeugen
Das Erkennungszeichen für den VDI-Kongress „Getriebe in Fahrzeugen"
Experten auf dem Kongress Getriebe in Fahrzeugen (v.l.): Dr. Werner Philipp, Bosch; Dr.-Ing. Ralf Kischkat, Audi; Dr.-Ing. Hans-Jörg Domian, ZF Foto: AutomobilKONSTRUKTION
Experten auf dem Kongress „Getriebe in Fahrzeugen" (v.l.): Dr. Werner Philipp, Bosch; Dr.-Ing. Ralf Kischkat, Audi; Dr.-Ing. Hans-Jörg Domian, ZF Foto: AutomobilKONSTRUKTION
Die 4. VDI-Tagung Baden-Baden Spe- zial am 13. und 14. Oktober 2010 hat das Thema Elektrisches Fahren machbar machen
Die 4. VDI-Tagung „Baden-Baden Spe- zial" am 13. und 14. Oktober 2010 hat das Thema „Elektrisches Fahren machbar machen"

Das VDI Wissensforum mit Sitz in Düsseldorf ist seit Jahrzenten einer der führenden Weiterbildungsspezialisten für Ingenieure. Die fast 1000 Veranstaltungen im Jahr decken alle relevanten Branchen ab. AutomobilKONSTRUKTION gibt an dieser Stelle eine Zusammenfassung des VDI-Kongress „Getriebe in Fahrzeugen" in Friedrichsfafen und eine Vorschau auf die VDI-Tagung im Oktober 2010 in Baden-Baden mit dem Thema „Elektrisches Fahren machbar machen".

Die Quintessenz des VDI-Kongresses „Getriebe in Fahrzeugen" lässt sich mit folgender Aussage darstellen: 25 % weniger CO2-Emission sind möglich. „Die Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen von Kraftfahrzeugen ist für die nächsten Jahre einer der wichtigsten Technologietreiber. Dem Getriebe kommt hierbei große Bedeutung zu", sagte Dr.-Ing. Hans-Jörg Domian, Tagungsleiter und Leiter Neue Produkte und Methoden bei ZF Friedrichshafen. Neben dem Verbesserungspotenzial der Verbrennungsmotoren ließen sich durch Getriebelösungen und einen hybridisierten Antriebsstrang innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre bis zu 25 % des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen senken.

Wandlerschlupf minimiert

Konkrete Beispiele für die CO2-Reduktion bei Kraftfahrzeugen erläuterte auch Dr.-Ing. Ralf Kischkat, Leiter Entwicklung Getriebeelektronik bei Audi. Die Anpassung und Weiterentwicklung von Getriebelösungen trügen ebenso dazu bei wie das Energiemanagement im Fahrzeug sowie eine bessere Getriebefunktion durch elektronische Vernetzung. Als ein Beispiel für die Anpassung von Getriebelösungen nannte er den Wandlerautomaten Tiptronic: „Bei der aktuellen Baustufe der 8-Gang-Tiptronic wurde der Drehmomentwandler mit einem neuartigen Dämpfer gegen Drehschwingungen bestückt. Damit ist es möglich, über weite Drehzahl- und Lastbereiche mit geschlossener Überbrückungskupplung, also ohne energiezehrenden Wandlerschlupf, zu fahren. Der Kraftstoffverbrauch wurde gegenüber dem Vorgänger um rund 5 Prozent gesenkt." Weitere Getriebeentwicklungen führten zudem zu niedrigeren Drehzahlspektren, erhöhten Gangzahlen sowie reduziertem Gewicht und weniger innerer Reibung. Das Thermomanagement verteile die Wärmeströme zwischen Motor, Innenraum und Getriebe. Als ein Beispiel für die elektronische Vernetzung nannte er schließlich die Auswertung von Streckendaten des Navigationssystems, um die Gangwahl zu verbessern: „Es kann besonders bei einer sparsamen Fahrweise die Schalthäufigkeit reduzieren, indem es unnötige Hochschaltungen vor Kurven unterbindet." Siehe dazu unseren Beitrag in Automobilkonstruktion 3/2010 auf Seite ...

Dr. Werner Philipp, Leiter Getriebesteuerung bei Bosch, berichtete zudem von Entwicklungen im Bereich der Getriebesteuerung, die deutliche CO2-Einsparungen ermöglichen. Hierzu zählten Steuergeräte, kostengünstige Sensoren sowie leckageminimierte Aktuatoren. Zu den unterstützen Entwicklungen gehört unter anderem das bewährte Start/Stopp-System, das bis zu 5 % CO2-Einsparung ermöglicht. Hierbei enthalten die Getriebesteuerungen die Ansteuerung der elektrischen Ölpumpe, um ein solches System auch für automatisierte Getriebe darzustellen. Im Bereich kostengünstige Sensoren nannte er unter anderem die Anpresskraftregelung bei CVT-Getrieben. Diese werde durch die Kombination von Drehzahl- und Drucksensor mit einem intelligenten Regelverfahren möglich. Etwa 4 % CO2-Reduktion im NEFZ seien die Folge. Bezüglich der Aktuatoren nannte Philipp leckageminimierte Ventile mit 1 % CO2-Reduktion im NEFZ, die den Ersatz der mechanischen Ölpumpe durch ein Powerpack mit 3 % CO2-Reduktion im NEFZ unterstützen.

Zum diesjährigen Kongress des VDI Wissensforums sind mehr als 800 Teilnehmer nach Friedrichshafen gekommen. Knapp 60 Aussteller zeigten neue Trends und Entwicklungen. Der nächste Getriebekongress wird am 7. und 8. Juni 2011 in Friedrichshafen stattfinden. Mehr Informationen unter www.getriebekongress.de

Elektrisches Fahren unter der Lupe

Die 4. VDI-Tagung „Baden-Baden Spezial" am 13. und 14. Oktober 2010 in Baden-Baden beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Chancen elektrischen Fahrens. Bis zum Jahr 2020 sollen laut Plänen der Bundesregierung eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein.

Der Weg dorthin ist noch lang, denn die Elektromobilität ist eine der größten Herausforderungen in der Geschichte des Automobils. Aus diesem Grund widmet sich das VDI Wissensforum auf der diesjährigen Tagung dem Thema „Elektrisches Fahren machbar machen". Sie behandelt aktuelle Fragestellungen und Weiterentwicklungen, die relevant für die Umsetzbarkeit von Elektromobilität sind – von der Leistungsübertragung in Hochspannungs-Bordnetzen über Innovationen der Mikroelektronik bis zur Effizienztechnologie Brennstoffzelle. „Veränderungen im Aufbau von Elektromotoren unter dem Einfluss der Elektromobilität als auch die Frage nach der Verfügbarkeit der benötigten Rohstoffe stehen ebenso im Mittelpunkt wie ein verändertes Verständnis

zum Energiemanagement zukünftiger Fahrzeugkonzepte", sagt Tagungsleiter Dr.-Ing. Wolfgang Runge. Das Programm ist unterteilt in zwei Sektionen, die jeweils parallel zueinander laufen. Zu den Themenblöcken zählen Sekundärenergiebedarf, Verbindungs- und Leitungstechnik, Leistungshalbleiter, Verbindungs- und Leitungstechnik, Entwurfsicherheit sowie Lithium-Ionen-Batterien.

Die Tagung „Baden-Baden Spezial", die von einer Fachausstellung begleitet wird, findet bereits zum 4. Mal statt. Sie widmet sich immer einem speziellen Fokus und versteht sich so als Ergänzung zu dem thematisch breiter angelegten großen VDI-Kongress „Elektronik im Kraftfahrzeug". Beide werden im jährlichen Wechsel in Baden-Baden veranstaltet.

Anmeldung und Programm unter www.elektronik-auto.de

VDI Wissensforum;

Telefon: 0211 6214-426;

E-Mail: kraft@vdi.de

Dieser Artikel stammt aus Community-Indicator


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